Trockenbau

Trockenbau ist das Zusammenfügen von industriellen Halbzeugen

Bei der Trockenbauweise werden keine durchnässenden Baustoffe wie Beton oder Putz zur Errichtung der Bauteile benötigt, was eine erhebliche Zeit-und Kostenersparnis bei der Innenraumgestaltung und somit auch dem gesamten Bauvorhaben zur Folge hat.

Zur Trockenbauweise gehören

  • Nichttragende Gipskarton-Ständerwände
  • Nichttragende Wände aus Gipswandbauplatten
  • Trockenunterboden (umgangssprachlich Trockenestrich)
  • Vorsatzschalen
  • Wandtrockenputz
  • Verkofferungen (Verkleidung von Rohren, Leitungen und anderen störenden Objekten im Innenbereich)
  • Abgehängte Decken mit Gipskarton, Mineralfaser-Platten oder Ähnlichem

Völlig ohne Wasser geht es aber auch hierbei nicht. Zum Verspachteln der Fugen und Anschlüsse bei Gipskartonplatten und Gipswandbauplatten benötigt man die dafür vorgesehene Spachtelmasse, bzw. den bei Gipsdielen nötigen Kleber. Für die Mauerung mit „Ytong“-Steinen benötigt man einen Dünnbettmörtel, der sehr dünn aufgetragen wird. Alles nasse Material hat eine sehr kurze Trockenzeit und ist somit schon nach kurzer Zeit überarbeitbar.

 

Wirtschaft / Recht

Trockenbau verankert in der Industrie: In der Vergangenheit gab es häufig Rechtsstreitigkeiten, ob die Ausführung von Akustik- und Trockenbauarbeiten als Teilbereich eines Handwerkes der Anlage A der Handwerksordnung den entsprechenden Einschränkungen der unterlag. Dies wurde per Gesetz vom 31. Mai 2000 (handwerksrechtliche Klarstellung) endgültig verneint.
Beschichtungen der erstellten Wände und Verkleidungen, außer den bereits genannten Verspachtelungen, gehören jedoch laut Handwerksordnung nicht zu den Trockenbauarbeiten, sondern vielmehr zum Aufgabenbereich der Maler und Stuckateure.
 
Wichtiges Regelwerk: VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen - Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) DIN 18340 Trockenbauarbeiten. Bearbeitung/Rückfragen/Fachkommentierung der ATV DIN 18340: Sachverständige