Altbausanierung

Altbausanierung bedeutet: bestehende Bauwerke, Gebäude und Wohnungen an den heutigen Anforderungsstandard anpassen sowie ihre wirtschaftliche Rentabilität wiederherstellen.

Bei der Altbausanierung erfolgt der Abtransport des Bauschutts oft mittels einer Rutsche.

 
Begriffsabgrenzung
 
Zu beachten ist, dass Altbausanierung allgemein den Gebäudebestand betrifft, also auch solchen, der aus denkmalpflegerischer Sicht nicht schützenswert ist. Häufig im Zusammenhang verwendet werden die Begriffe Instandhaltung und Instandsetzung, die aber kein Synonym für Altbausanierung sind. Begriffe wie Konservierung und Restaurierung sind dagegen dem Denkmalschutz zuzuordnen. Eine Altbausanierung ist erheblich umfangreicher als eine Renovierung und bedingt im Gegensatz zur Modernisierung in der Regel wegen umfangreicher Umbaumaßnahmen den (vorübergehenden) Auszug der Nutzer.
 

Umfang

Wegen der umfassenden Zielsetzung erstrecken sich die Arbeiten meistens auf viele verschiedene Gewerke wie Fassadenbau (besonders Wärmedämmung), Putzerarbeiten, Mauerwerks- und Betoninstandsetzung, Trockenlegung, Zimmererarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Klempnerarbeiten, Installateurarbeiten, Fliesenlegerarbeiten, Elektroinstallationsarbeiten, Fensterbau, Innenausbau, Malerarbeiten.<
 

Umweltschutz

Zunehmend richtet sich die Altbausanierung nach „ökologischen“ Gesichtspunkten, insbesondere der Reduzierung des Heizwärmebedarfes zur Senkung des CO2- Ausstoßes und zum Sparen von Unterhaltskosten.
 
Gleichzeitig rücken die folgenden Aspekte der Nachhaltigkeit im Bauwesen zunehmend in den Vordergrund:
 
  • energie-, material- und kostensparendes Bauen
  • Gesamtbilanz von Baustoffen (umweltschonend in Produktion und Verarbeitung am Bau, später trennbar, wiedernutzbar, recyclebar oder unbedenklich abbaubar)
  • Gewährleistung der menschlichen Gesundheit durch Verwendung unbedenklicher Baustoffe
  • Nutzung von regenerativen Energieträgern und örtlichen, möglichst regenerierbaren Materialvorkommen
  • Beauftragung ortsnaher Betriebe
  • Einbeziehung dezentraler, umweltschonender Ver- und Entsorgungssysteme
  • Schaffung zukünftig flexibel nutzbarer Gebäude